Zum Hauptinhalt springen

[Organisation der Produktion - GCW] Direct-to-print: Aufträge direkt an Ihre Druckerei senden

Verfasst von Julia Gołębiowska

Überspringe die FTP-Warteschlange und schicke Druckaufträge direkt aus der Print Operator Console an deinen RIP – schneller, zuverlässiger und vollständig unter deiner Kontrolle.


Was ist Direct-to-Print?

Mit Direct-to-Print können deine Operator:innen Jobs direkt aus der Print Operator Console an die RIP-Software deines Druckers senden – ganz ohne den herkömmlichen FTP-Transfer. Das heißt: keine Wartezeiten mehr bei Dateiübertragungen, kein Risiko, dass sich deine Produktionswarteschlange aufstaut, und schnellere Durchlaufzeiten vom Auftragseingang bis zum Druck.

Mit Direct-to-Print werden die Plattendateien (PDF) und Maschinenanweisungen (JDF) heruntergeladen und in Sekundenschnelle an die konfigurierte Druckmaschine übermittelt – so haben Operatoren vollständige Transparenz über den Prozess und die Flexibilität, Jobs bei Bedarf auf andere Maschinen zu übertragen.


Gehen Sie zu Workflow > Auftragseingang > Vorlagen

Schnellerer Produktionsstart

Jobs gehen direkt an den RIP – ohne FTP-Verzögerungen oder Warteschlangen. Ihre Operator können innerhalb von Sekunden nach dem Senden eines Jobs mit dem Drucken beginnen.

🛡️

Reduziertes Risiko gestapelter Produktion

Wenn du den FTP-Schritt weglässt, entfernst du die häufigste Fehlerquelle, durch die Aufträge ins Stocken geraten und dein Produktionsplan sich verzögert.

🎯

Vollständige Bedienkontrolle

Operator:innen können den Downloadfortschritt in Echtzeit sehen, auswählen, an welche Druckmaschine sie Jobs senden, und Platten bei Bedarf sogar spontan einer anderen Maschine zuweisen.

🔄

Flexible Press-Zuweisung

Muss ein Auftrag auf eine andere Druckmaschine verschoben werden? Bediener können Druckplatten auf jede vorkonfigurierte Maschine umleiten – das System erstellt automatisch ein neues Ausschießen für die Zieldruckmaschine.

📂

Mehrere Datei-Quellenoptionen

Wählen Sie, woher die Plattendateien kommen: aus einem lokalen Ordner, per SFTP oder als direkter Download aus dem S3-Cloud-Speicher – was auch immer am besten zu Ihrer Infrastruktur passt.

👁️

Echtzeit-Sichtbarkeit von Downloads

Beobachte in der Print Operator Console in Echtzeit, wie Plattendateien heruntergeladen werden. Kein Rätselraten mehr, ob die Dateien angekommen sind.


So richtest du Direct-to-Print ein

Das Einrichten von Direct-to-Print umfasst das Konfigurieren deiner Maschinen in den Work Settings und das Sicherstellen, dass dein Workflow Builder richtig eingerichtet ist. Folge den Schritten unten, um die Erste Schritte abzuschließen.

Schritt 1: Work-Einstellungen öffnen

Wechsle zu den Arbeitseinstellungen, indem du auf das Symbol in der oberen rechten Ecke deines Bildschirms klickst oder über das Hauptmenü gehst.

Schritt 2: Gehe zur Maschineneinrichtung

Öffne in den Work Settings den Tab „Machine Configuration“. Dort findest du den Bereich „RIP Machine Configuration“ – hier konfigurierst du Maschinen für Direct RIP Submission aus der Print Operator Console.

Schritt 3: Wähle deinen Quelltyp aus

Wählen Sie aus, wo GelatoConnect die Plattendateien beziehen soll. Sie haben drei Optionen:

Quelltyp

Schritt hinzufügen

Lokale Mappe

Dateien werden in einem lokalen Netzwerkordner gespeichert, auf den die Maschine zugreifen kann.

SFTP

Dateien werden von einem entfernten SFTP-Server abgerufen.

S3-Speicher

Dateien werden direkt aus dem Amazon S3 Cloud-Speicher heruntergeladen.

Schritt 4: Dateipfade festlegen

Lege zwei wichtige Pfade fest:

  • Download-Speicherort: Der Ordnerpfad, in den Plattendateien heruntergeladen werden.

  • Externer Speicherort: Der Netzwerkpfad, den das DFE (Digital Front End) verwendet, um auf die Dateien zuzugreifen. Lass dieses Feld leer, wenn das DFE direkten Zugriff auf den Download-Ordner hat.

💡 Tipp: Wenn Ihre DFE-Software direkt auf den Download-Ordner zugreifen kann, können Sie das Feld „Externer Speicherort“ leer lassen.

Schritt 5: verbundene Maschinen hinzufügen

Klicke im Bereich „Connected Machines“ auf „Add Machine Instance“ und wähle die Maschine über die Dropdown-Liste aus deinem Maschinenpark aus. Du kannst für jede hinzugefügte Maschine RIP-Ziele konfigurieren.

Schritt 6: Den Workflow konfigurieren

Stelle sicher, dass der zugehörige Workflow in Workflow Builder den Schritt „Konfigurationsdatei erstellen“ mit den korrekten DFE‑Details enthält. So wird gewährleistet, dass Jobs richtig an die konfigurierten Maschinen geleitet werden. Im Workflow muss außerdem ein „Drucken“-Schritt konfiguriert sein.

Wenn Bediener Platten von einer Druckmaschine zu einer anderen bewegen können sollen, stellen Sie sicher, dass dies auch im Workflow konfiguriert ist. Bediener können die Platte dann zu den Druckmaschinen verschieben, für die der Workflow eingerichtet ist.


Direct-to-Print als Operator nutzen

Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, kannst du Druckaufträge direkt über die Print Operator Console senden. So funktioniert es:

Einen Auftrag zum Druck senden

  1. Öffne die Print Operator Console und suche den Auftrag, den du drucken möchtest.

  1. Klicke auf In den Druck schicken auf der ausgewählten Platte.

  1. Die Maschine wird standardmäßig als die erste im Workflow konfigurierte Maschine ausgewählt (z. B. Indigo 12000).

  1. Beobachte den Downloadfortschritt oben in der Konsole. Das System lädt sowohl die PDF (Druckdatei) als auch die JDF (Maschinenanweisungen) herunter.

  1. Wenn alles abgeschlossen ist, ändert sich der Auftragsstatus von Ausstehend zu Zum Druck gesendet. Die Druckerei/Produzenten sind jetzt bereit zu produzieren.


Einen Auftrag auf eine andere Maschine verschieben

Wenn Ihr Workflow mit mehreren möglichen Maschinen eingerichtet wurde, können Sie eine Platte jederzeit einer anderen Druckmaschine zuweisen:

  1. Klicke beim Auftrag auf die Option Auf einen anderen Drucker verschieben.

  1. Wähle in der Dropdown-Liste die Zielmaschine aus. Es werden nur Maschinen angezeigt, die im Workflow definiert sind (z. B. wenn Indigo 12000 und Indigo 7000 konfiguriert sind, siehst du beide).

  1. Bestätige die Verschiebung. Das System storniert automatisch die ursprüngliche Platte und erstellt eine neue, neu ausgeschossene Platte für die Zielmaschine.

💡 Tipp: Wenn du eine Platte auf eine andere Druckmaschine verschiebst, wird die Ausschießform automatisch neu berechnet. Eine neue Platte erscheint, sobald die Ausschießung abgeschlossen ist.


Gut zu wissen

  • Die in der Dropdown-Liste „Auf andere Maschine verschieben“ verfügbaren Maschinenoptionen werden durch Ihre Workflow-Konfiguration festgelegt – es werden nur vorkonfigurierte Maschinen angezeigt.

  • Jeder Download enthält sowohl eine PDF-Datei (den Druckinhalt) als auch eine JDF-Datei (Maschinenanweisungen), damit Ihre Druckmaschine alles erhält, was sie benötigt.

  • Du kannst den Speicherort für Download-Mappen und Dateien jederzeit in den Work-Einstellungen überprüfen.

  • Wenn Probleme auftreten, prüfe, ob deine Maschinenkonfiguration, der Quelltyp und die Einstellungen im Workflow Builder aufeinander abgestimmt sind.


📹 Schau dir die komplette Anleitung an:


Hat dies deine Frage beantwortet?